09.12.2018 | 1001 Umnachtungen - Workshop

1001 Umnachtungen – Was kann Kunst in einer post-orientalistischen post-migrantischen Welt?

Workshop mit Leyla Jagiella

16 - 20 Uhr

Eintritt frei

In Kunst bildet sich, gewiss mindestens seit der Antike, immer das Selbstbild einer Gesellschaft ab, aber auch die Begegnung mit dem „Fremden“. Nicht selten macht es sich Kunst auch bewusst zur Aufgabe Fremdheit zu überwinden, aber auch ebenso oft hat Kunst dazu beigetragen, Fremdheit zu konstruieren. In der Ausrichtung des „Orientalismus“, die unsere Diskurse über das Verhältnis zwischen Europa und seinen südlichen und östlichen Nachbarn bis heute nachhaltig prägt, ist diese Konstruktion von Fremdheit in besonderer Deutlichkeit zum Ausdruck gekommen. Immer aber auch mit Ambivalenz besetzt, denn der dort dargestellte Orient diente gleichzeitig immer auch als Projektionsfläche für eigene unterdrückte Wünsche und Sehnsüchte. Wir wollen in unserem Workshop einen kurzen Streifzug durch die Geschichte dieser Ambivalenz unternehmen und schauen, was diese mit dem ganzen politischen Unsinn zu tun hat, der in unseren Tagen wieder besonders wirkmächtig wird. Gleichzeitig wollen wir uns fragen, ob wir hier auch positive Potentiale entdecken können, mit denen Kunst heute zu einer zunehmend divers werdenden Gesellschaft sprechen kann.

Wir bitten um Anmeldung per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

22.11.2018 | Frauenarbeit neu denken | Vortrag und Gespräch

22.11.2018 | 19-21 Uhr | Eintritt frei

Der Vortrag von Malin Bode beginnt bei den erfolgreichen Streiks der Pierburg-Arbeiterinnen in den 70iger Jahren. Diese führen uns zum Kampf um die Bedingungen der Frauenerwerbsarbeit in der Geschichte der 2. Frauenbewegung und die Anpassung von Frauen an den durch männliche Lebensentwürfe geprägten Arbeitsmarkt. Die Übernahme des Ideals vom unabhängigen, selbstbestimmten Leben bis hin zur Debatte um „Vereinbarkeit“ macht die tatsächlichen Verhaltensänderungen bei der Bewältigung gesellschaftlich notwendiger Arbeiten deutlich. Diese sind inzwischen in die erfolgte bzw. gesellschaftlich verlangte Optimierung des Lebens (laufs) gemündet.
Vor dem Hintergrund der berichteten positiven Erfahrungen werfen wir also den Blick auf die Notwendigkeit und die die Lust, sich auch heute gemeinsam mit Ideen und Wünschen für unsere Zukunft zu bewegen.
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Malin Bode, Rechtsanwältin, Redakteurin der feministischen Rechtszeitschrift STREIT, Frauen streiten für ihr Recht e.V. Bochum

Residenz | Bis 31.10.2018 bewerben!

Residenz in der fabrique automatique
Im Rahmen von Arbeit und Liebe im atelier automatique

Das atelier automatique vergibt sein erstes vier-wöchiges Residenzstipendium zur freien künstlerische Bearbeitung des Themas Arbeit und Liebe in der fabrique automatique.

Arbeit und Liebe: große Themen, die in ihren Überschneidungen drängende Fragen eröffnen –
für die Kunst, für uns und weit darüber hinaus: Wer arbeitet eigentlich was und warum?
Wer kann davon leben? Und wer ohne Liebe? Was heißt es, die eigene Arbeit zu lieben? Fluch
oder Segen? Wo ist Liebe schon längst Teil kapitalistischer Wertproduktion und wo noch zu
retten? Wie kann Solidarität heute aussehen? Wie lässt sich Liebe als politische Kraft denken
und wer kümmert sich darum? In der Rottstraße wollen wir einige Versuche wagen.

Die Residenz wird vergeben an Künstler*innen jeglichen Alters, deren künstlerisches Schaffen
der Mittelpunkt ihrer Tätigkeit ist. Eine Unterbringung wird nicht gestellt, deswegen sollte eine Wohnmöglichkeit im Ruhrgebiet bzw. in Bochum vorhanden sein. Das Stipendium sieht vor, dass der*die Künstler*in,  während der Residenz vor Ort arbeitet und wirkt. Die Residenz richtet sich an jede Erscheinungsform der Kunst. Wir bieten den gesamten Raum der fabrique automatique an.
Für 4 Wochen wirst du Teil der Ateliergemeinschaft, wächst, arbeitest und erschaffst mit und in ihr deinen künstlerischen Ausdruck zu Arbeit und Liebe. Individuelle Anforderungen oder Wünsche können vor Residenzbeginn abgesprochen werden. Die Gestaltung des Abschlusses des Stipendiums bleibt dem*der Künstler*in überlassen. Von einem internen Showing über einen theatralen Abend oder einer Ausstellung, sowie einem gemeinsamen Dinnerabend ist alles möglich.

Bewerbungen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!
Konzeptumfang: 5 Seiten insgesamt zur Motivations- und Ideenskizze
Bewerbungsschluss ist der 31. Oktober 2018
Das Stipendium beträgt 1400€.
Materialkosten stehen nach vorheriger Absprache zur Verfügung.
Residenzzeitraum: 01. Februar 2019 bis 01. März 2019
Bei Fragen, könnt ihr euch gerne über die angegebene Mailadresse bei uns melden!

www.atelierautomatique.de
atelier automatique | Rottstr. 14 | 44793 Bochum
Wir freuen uns auf eure Einsendungen und die gemeinsame Zeit mit dem*der Stipendiat*in!

08.11.2018 | The Klezmer Tunes | Konzert

The Klezmer Tunes im atelier automatique 08.11.2018 – 20 Uhr

Im Rahmen von pink november

 

The Klezmer Tunes kommen für eine Reise über die Kontinente ins atelier automatique. Das Trio nutzt die unendliche Fundgrube der jüdischen Klezmermusik auf seine ganz eigene Weise. Es geht um Klezmer-Verwandlungen und Verwandschaften.

Und was man da alles findet! Einflüsse aus Jazz, Funk, Gypsy, Bossa Nova und Rock’n’Roll. Von leichtfüßigen Säbeltänzen über finnische Polka zu Jazz und Filmmusiken. Drei Vollblutmusiker aus Köln nehmen uns mit, das Kulturamt der Stadt unterstützt und daraus wird ein mitreissender Abend mit purer Spielfreude.

 

Besetzung:
Dimitri Schenker – Klarinette
Igor Mazritsky – Violine
Vadim Baev – Akkordeon

 

Auruf | Künstler*innen bei der Arbeit für Fotoausstellung gesucht

Liebe Ruhrgebiets-Künstler*innen,
für eine interaktive Ausstellung zum Thema Arbeit und Liebe suchen wir Einzelkünstler*innen, Kollektive und Bands die Lust haben sich bei ihrer künstlerischen Arbeit fotografieren zu lassen.

 

Egal wo im Ruhrgebiet ihr arbeitet, ob im Atelier, im öffentlichen Raum oder Zuhause, wir kommen euch besuchen, um euch und eure Arbeit kennenzulernen. Mit Kamera und Aufnahmegerät im Gepäck, möchten wir folgenden Fragen einfangen.

Warum arbeitet ihr künstlerisch?
Wie ist die Relation von Kunst, Arbeit und Geldverdienen?
Ist die Liebe zur Kunst bedingungslos?

Wir, Josefine Rose Habermehl und Kathlina Anna Reinhardt, sind freischaffende Künstler*innen aus Bochum und Teil des atelier automatique und beschäftigen uns derzeit mit genau diesen Fragen auch im Bezug auf unsere Arbeit. Wir kommen aus der darstellenden Kunst, arbeiten aber seit einigen Jahren interdisziplinär und genreübergreifend. Unser Interesse gilt neuen Formaten, bei denen die Betrachter*innen aufgefordert sind mitzugestalten, um mit uns in den Dialog zu treten.

Wenn ihr Lust habt Teil des Projekts zu werden oder Fagen habt meldet euch unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Über das atelier automatique und die Veranstaltungsreihe Arbeit und Liebe:

Arbeit und Liebe: große Themen, die in ihren Überschneidungen drängende Fragen eröffnen –
für die Kunst, für uns und weit darüber hinaus: Wer arbeitet eigentlich was und warum?
Wer kann davon leben? Und wer ohne Liebe? Was heißt es, die eigene Arbeit zu lieben? Fluch
oder Segen? Wo ist Liebe schon längst Teil kapitalistischer Wertproduktion und wo noch zu
retten? Wie kann Solidarität heute aussehen? Wie lässt sich Liebe als politische Kraft denken
und wer kümmert sich darum? In der Rottstraße wollen wir einige Versuche wagen.

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