MURX
repariert, was euch kaputt macht

Save the date! Vom 01. bis 04.09.2022 findet das MURX Festival statt. In seiner zweiten Ausgabe lädt das Festival erneut zum Mitmachen und Ausprobieren ein und zeigt vielfältige, verblüffende und kreative Lösungen zum Weg aus der Wegwerfgesellschaft auf.

Die Teilnahme ist kostenlos. Das Programm ist unten auf dieser Seite veröffentlicht.

ANMELDUNG: Für einige Veranstaltungen muss man sich anmelden. Anmeldungen gehen an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Eine Förderung durch das Programm „Kreativ.Quartiere Ruhr“ erfolgt durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MKW NRW) und wird umgesetzt von der ecce – european centre for creative economy GmbH.
In Kooperation mit der Stadt Bochum.
Unterstützt durch den Bochum-Fonds.

  • DONNERSTAG | 01.09.2022

    Programmübersicht | Für Details bitte auf die Uhrzeiten klicken

    16 Uhr | Eröffnung

    16 - 20 Uhr | Ringbuch aus Papierabfällen

    16 - 20 Uhr | Aktion Foodsharing Netzwerk

    18 Uhr + 19 Uhr | Livemusik von Desmond Garcia One Man Band

    20 Uhr | MURX late night - Die große Repairshow von Birk-André Hildebrandt, Christoph Ranft

  • 16 UHR

    Eröffnung

    mit Livemusik, Repairshow, Workshop, gerettetem Essen und Haare schneiden

    fabrique automatique | Rottstr. 14

  • 16 - 20 UHR

    Schnittstelle Kunst

    Schnittstelle Kunst bietet den Festivalbesucher*innen einen offenen Workshop an. Aus Plakaten, Flyern und anderen Papierabfällen werden wir gemeinsam Ringbücher herstellen. Ziel wird es sein, die Papiere so zu sortieren, zuzuschneiden, und anzuordnen, dass daraus individuelle und künstlerische Notizbücher entstehen, die die Handschrift jedes*jeder einzelnen Teilnehmer*in tragen. Wer also Lust hat, sich kreativ mit und auf dem Papier auszutoben, ist hier genau richtig! Sammeln Sie gerne eigene Papierabfälle und bringen diese zum Festival mit.

    fabrique automatique | Rottstraße 14

    Foto: Jörg Gröger

  • 16 - 20 Uhr

    Foodsharing Netzwerk

    Kochen mit geretteten Lebensmitteln


    Hof automatique | Rottstraße 14

  • 18 Uhr

    Desmond Garcia One Man Band

    Ein riesiger Stetson aus Pappe, gewaltige Kartons mit aufgemalten Verstärker-Fronten, andere skurrile Comic-Requisiten, es fehlt lediglich das Panel – und fertig ist der einmalige Live-Country-Cartoon der One Man Band von Desmond Garcia. Der Mythos ist entlarvt und wird gerade deshalb mit einer solchen Ernsthaftigkeit und Hingabe gefeiert, wie man sie selten antrifft. Denn der Berliner bereist Amerika nicht nur in seine Songs: gut die Hälfte des Jahres ist er mit seiner Gitarre zwischen den Apalachen und New Mexico unterwegs und sammelt neue Geschichten und Inspiration. Selten hat wohl ein Europäer so lässig und unaufgeregt den Country-Blues gespielt, gerade so, als säße er auf der Veranda seiner Farm in Kalifornien… (Text: Thomas Piesbergen / St. Pauli Folk Festival)

    atelier automatique | Rottstraße 14

  • 19 Uhr

    Desmond Garcia One Man Band

    Ein riesiger Stetson aus Pappe, gewaltige Kartons mit aufgemalten Verstärker-Fronten, andere skurrile Comic-Requisiten, es fehlt lediglich das Panel – und fertig ist der einmalige Live-Country-Cartoon der One Man Band von Desmond Garcia. Der Mythos ist entlarvt und wird gerade deshalb mit einer solchen Ernsthaftigkeit und Hingabe gefeiert, wie man sie selten antrifft. Denn der Berliner bereist Amerika nicht nur in seine Songs: gut die Hälfte des Jahres ist er mit seiner Gitarre zwischen den Apalachen und New Mexico unterwegs und sammelt neue Geschichten und Inspiration. Selten hat wohl ein Europäer so lässig und unaufgeregt den Country-Blues gespielt, gerade so, als säße er auf der Veranda seiner Farm in Kalifornien… (Text: Thomas Piesbergen / St. Pauli Folk Festival)

    atelier automatique | Rottstraße 14

  • 20 Uhr

    MURX late night

    In der MURX late night wirft Reparaturfan Birk-André Hildebrandt gemeinsam mit seinem Kollegen und Redaktionsleiter Christoph Ranft einen Blick auf die Welt des Reparierens und auf das Reparieren der Welt. 

    Was ist hier eigentlich Kaputt? Kann mein Toaster einen wichtigen Beitrag leisten? Wie kann ich Dingen ein langes Leben geben, bevor ich sie überhaupt verwende? 

    Diesen und weiteren Fragen widmet sich die MURX late night mit spannenden Gäst*innen und der obligarorischen Showband.

    Also packt eure mentalen Schraubendreher ein und erlebt einen unterhaltsamen Repairversuch – auch, aber nicht nur, am eigenen Showformat.

    atelier automatique | Rottstraße 14

    Foto: scheinzeitmenschen / Hildebrandt / Klug

  • FREITAG | 02.09.2022

    Programmübersicht | Für Details bitte auf die Uhrzeiten klicken

    13 - 17 Uhr | offene Werkstatt
    RuBo Repaircafé + Nachbarschaftswerkstatt (Q1)

    13 - 17 Uhr | offener Upcycling Workshop mit Pia Näscher - p.i.a.l.a.n.a

    13 - 16 Uhr | Workshop Urbane Gärten mit Sebastian Hartung

    17 Uhr | “Ich hab Rücken”-Yoga Flow mit Nathalie B. Kleinschmidt

    18 Uhr | Stadtrundgang | Netzwerk “Stadt für Alle”

    19 Uhr | Launch-Party ressourcerie automatique mit Performance und Musik

    20:30 | Open-Air-Kino | Netzwerk “Stadt für Alle” präsentiert: Pablo F. Mattarocci

     

  • 13 - 17 UHR

    RuBo Repaircafé + Nachbarschaftswerkstatt (Q1)

    Das AStA RuBo Repaircafé lädt ein:

    Berührungsängste nehmen, Geräte verstehen: Vom ersten Öffnen bis zum fachmännischen Reparieren - ein offener Nachmittag für Jung und Alt.

    Ist euer Laptop defekt, streikt der Kopfhörer oder geht das Bügeleisen nicht mehr?

    Habt keine Angst vor dem Schraubenzieher! Wir reparieren gemeinsam mit euch Elektrokleingeräte und beantworten dabei folgende Fragen:

    Ist mein Gerät reif für den Schrott?  Wie kann ich mein Gerät sicher öffnen?Was darf ich selbst reparieren? Wovon lasse ich besser die Finger?

    Anmeldung mit Modellname und kurzer Fehlerbeschreibung erwünscht.

    fabrique automatique | Rottstraße 14

    ---

    Nachbarschaftswerkstatt goes Murx-Festival

    Spielzeug Kaputt? Kein Problem, das Team der Nachbarschaftswerkstatt ist beim Murx-Festival für große und kleine Kinder da.

    Kommt vorbei und repariert zusammen mit uns eure kaputten Spielzeuge.

    Wir helfen euch, geben Tipps und zeigen Tricks rund ums reparieren.

    Natürlich könnt ihr auch mit anderen kaputten Gegenständen zu uns kommen.

    fabrique automatique | Rottstraße 14

  • 13 - 17 UHR

    offener Upcycling Workshop mit Pia Näscher

    Keine Angst vor Schere, Nadel und Faden!

    Bringe dein zerschlissenes „Lieblingsstück“ mit, wir werden retten was zu retten ist!

    Der Hemdkragen ist abgescheuert, die Manschetten sind abgestoßen, der Kragen vom Shirt ist ausgeleiert und das Kleid würdest du mit kurzen Ärmeln weiter tragen?

    Zum Beispiel aus einem alten Herrenhemd kann man schnell und unkompliziert eine kurze Bluse machen: Kragen und Manschetten abschneiden und die Kanten mit farbigem Garn umsticken. Die Länge kürzen, damit man das Hemd mit den verbleibenden Zipfeln schön kurz knoten kann. Der abgeschnittene Streifen kann als Haarband genutzt werden.

    Wir wollen hemmungslos und spielerisch ans Werk gehen. Ohne Nähmaschine – ganz einfach! Nur mit Schere, Nadel und Faden!

    Der Workshop ist auch für Anfänger*innen geeignet.

    atelier automatique | Rottstraße 14

    Foto: Pia Näscher

  • 13 - 16 Uhr

    Workshop Urbane Gärten mit Sebastian Hartung

    Treffpunkt Diekampgarten | Schmidtstraße Ecke Diekampstraße

    Einfach einpflanzen!

    Urbane Gärten bringen Natur in die Stadt

    In diesem Workshop lernt Ihr zwei schöne urban gardening Beispiele kennen: den Diekampgarten und den Selbsterntegarten bei Botopia. Beide verstehen sich als offene Nachbarschaftsgärten und laden zum Verweilen und Naschen ein. Gepflegt und gestaltet werden sie in Eigenregie von Anwohner*innen und Gartenbegeisterten.

    Bei einem Rundgang könnt Ihr etwas über Strategien für das Gärtnern in der Stadt erfahren und wir werden über leicht und günstig verfügbare Ressourcen sprechen.

    Ihr lernt, wie sich mit einfachen Techniken die Biodiversität fördern lässt, und Ihr bekommt am praktischen Beispiel erklärt, wie man zB. Lasagnebeete, Mulchkränze, einfache Insektenhotels und blühende Staudenwiesen anlegen kann.

    Anmeldung erforderlich

  • 17 Uhr

    “Ich hab Rücken”-Yoga Flow mit Nathalie B. Kleinschmidt

    „Ich-hab-Rücken“-Yoga Flow

    Nacken- und Rückenbeschwerden sind Dir geläufig?

    In diesem Yogakurs liegt der Fokus auf den Rücken mit all seinen Beschwerden: neben kräftigenden Rumpf- und Beckenbodenmuskulatur-Übungen, dehnen wir die Muskeln der Hüfte und Beine. Ziel ist es, dass sich die Tiefenmuskulatur kräftigt und dehnt, sodass sich der Rumpf stabilisieren und Blockaden gelöst werden können.  

    Du lernst hier gezielt loszulassen, Verspannungen zu lösen und trainierst deine Rücken- und Bauchmuskulatur.

    Was Du für einen guten Start brauchst:

    - Sportkleidung, die weder zu eng noch zu lose ist

    - eine gerade Unterlage, z.B. Yogamatte oder Sportmatte, auf der Du guten Grip hast

    - im Besten Fall hast Du ca. 1h vorher nichts mehr gegessen

    - Experimentierfreude und Lust, Dich auf was Neues einzulassen

    Dieser Kurs ist für alle, die schon einmal einen „herabschauenden Hund“ praktiziert haben.

    Kunsthallen | Rottstraße 5

  • 18 Uhr

    Stadtrundgang | Netzwerk “Stadt für Alle”

    18 Uhr – Start: Glocke vor dem Rathaus (Willy-Brandt-Platz)

     Ein Stadtrundgang durch die Bochumer Innenstadt zum Thema Krise und Neugestaltung der Bochumer City mit dem Netzwerk »Stadt für Alle«

    Die Krise der Innenstädte als reine Verkaufsflächen, ausgelöst durch den Internethandel und die Corona-Pandemie als Beschleuniger, ist unübersehbar. Wie könnten Innenstädte jenseits von Einzelhandel nicht nur neu belebt, sondern auch klimaresistent gestaltet werden?

    Wir schauen uns bei einem Rundgang durch die Bochumer Innenstadt rund um Rathaus und Appolonia Pfaus Park sinnvolle und sinnlose Projekte der Veränderung an, die gerade realisiert werden, in Planung sind oder als Visionen existieren.

    Der Stadtrundgang startet am Freitag, den 02. September um 18 Uhr an der Glocke vor dem Rathaus (Willy-Brandt-Platz).

  • 19 Uhr

    Launch-Party ressourcerie automatique mit Performance und Musik

    GRAND OPENING: ressourcerie automatique

    2. September 2022 ab 19 Uhr PARTY im atelier automatique mit live Performance und DJ Death

    Es ist spektakulär! Nach vielen Monaten des Visionierens und Verwirklichens ist es endlich so weit. Das atelier automatique launched ihren eigenen Materialienkatalog: die ressourcerie automatique. Mit großem Getöse wird ein Katalog online gehen, in dem fortan Requisiten, Kostüme, Möbelstücke, Bühnenteile usw. zum Vermieten und Verleihen angeboten werden.

    Damit nicht genug, die ressourcerie automatique vernetzt all die Keller und Dachböden, die Garagen und Abstellkammern der freien Szene miteinander. Dort liegen ungenutzte Produktionsteile aus vielen Tagen der künstlerischen Arbeit. Innerhalb der ressourcerie wird jedes Kollektiv oder Einzelperson ihren eigenen Katalog anlegen und all die Dinge zum Vermieten oder Verleihen anbieten können. Wie das funktioniert? Komm zur Party!

    Bevor wir neu kaufen, schauen wir doch erstmal was es schon gibt: Willkommen in der ressourcerie!

    Unterstützt durch den Bochum-Fonds.

    atelier automatique | Rottstraße 14

    Foto: Kathlina Anna Reinhardt

  • 20:30 Uhr

    Open-Air-Kino | Netzwerk “Stadt für Alle” präsentiert: Pablo F. Mattarocci

    NICHTSTADT – Portrait eines Fortschritts
    Ein Film von Pablo F. Mattarocci

    D 2021, 94 min, Deutsch

    Jena, die kleine Großstadt im Saaletal, grün und entspannt, im Herzen von Thüringen. Der Film Nichtstadt macht sich dort auf die Suche. Neugierig blickt er hinter die Fassaden und nimmt verschiedene Vereine und (soziokulturelle) Projekte in den Blick. Das Geburtshaus, ein Wagenplatz und Wohnprojekt, ein Veranstaltungsort und eine Initiative aus dem Umfeld der hiesigen Ultragruppe. Drei Jahre lange hat Pablo Mattarocci und sein Team sie begleitet. Was sie, trotz aller Unterschiede vereint, sind die Herausforderungen mit denen sie sich konfrontiert sehen. Nichtstadt ist ein Dokumentarfilm aus und über Jena. Dennoch bebildert er Prozesse und tiefgreifende Veränderungen, die es in vielen deutschen Großstädten gibt.

    Kunsthallen | Rottstraße 5

  • SAMSTAG | 03.09.2022

    ROTTSTRAßEN-FEST

    Ab 11 Uhr beginnt in der Rottstraße das große Straßenfest.

    Es gibt Kunstaktionen, einen Flohmarkt, eine Bühne mit Live-Musik, ein Handarbeits-Cafe, Essen und viele weitere Programmpunkte von den Initiativen und Bewohner*innen der Straße.

     

  • SONNTAG | 04.09.2022

    Programmübersicht | Für Details bitte auf die Uhrzeiten klicken

    10 - 13 Uhr | Stoff färben und Bienenwachstücher herstellen mit Jana-Lina Berkenbusch

    12 - 15 Uhr | Stich Pitch - Jeans-Reparaturwerkstatt mit Pia Näscher

    14 - 16 Uhr | Vortrag "Reparatur - Die Kunst, das Leben zu verlängern" | Dr. Katharina Dutz

    14 - 18 Uhr | Bioplastik Kitchen von Isabella Schuh / TextileLab Ruhr

    16 - 18 Uhr | Repariere, was dein Nervensystem stresst | Nathalie B. Kleinschmidt

    19 - 20:30 Uhr | Offene Diskussion "Gemeinwohl?" mit atelier automatique / Josefine Rose Habermehl

    20:30 | Open-Air-Kino "OO-DE-LALLY" der Progranauten

  • 10 - 13 Uhr

    Stoff färben und Bienenwachstücher herstellen

    Bunt, bunter, natürlich
    Stoff Färben und Bienenwachstücher selber machen

    Im Workshop färbst Du mit Rotkohl und Kurkuma Stoff. Durch wundersame chemische Reaktionen verändern sich die Farben gänzlich und ein bunt gebatiktes Stück Textil entsteht.

    Im Anschluss wird der Stoff mit heißem Bienenwachs durchtränkt und fertig ist dein individuelles Bienenwachstuch. Bienenwachstücher halten Lebensmittel frisch und sind super zur Aufbewahrung von Pausenbroten geeignet.

    Jana-Lina Berkenbusch Wahlbochumerin, Grafikdesignerin, zeichnet gerne und beschäftigt sich darüber hinaus mit Siebdruck und Elektronik in Kleidung. Beruflich gibt sie querbeet Workskops

    fabrique automatique | Rottstraße 14

  • 12 - 15 Uhr

    Stich Pitch - Jeans-Reparaturwerkstatt mit Pia Näscher

    Stitch Pitch – Jeans-Reparaturwerkstatt 

    Visible Mending mit aufgestickten geometrischen Mustern

    In Japan gibt es die traditionelle Flicktechnik Sashiko. Mit der Strich-Stick-Technik, Sashiko heißt nämlich Stäbchen, werden Stofflagen zusammengehalten oder Flicken aufgesetzt, Visible Mending mit aufgestickten geometrischen Mustern. Mit dieser Technik werden Reste verwertet, Müll vermieden, Lebensdauer von Textilien verlängert und dabei entstehen schöne individuelle Kleidungsstücke.

    Ein Flicken wird unter das Loch gelegt und die ganze Fläche mit „Stäbchenstickerei“ angeheftet. Stich für Stich merkt man wie der Stoff stabil wird. Egal ob man nun ganz akkurat oder lebendig ans Werk geht, es wird etwas Zauberhaftes daraus.

    Bringt eure zerrissenen Jeans mit und lasst uns in diese schöne meditative Technik eintauchen.

    Der Workshop ist auch für Anfänger*innen geeignet.

    ANMELDUNG ERFORDERLICH

    atelier automatique | Rottstraße 14

    Foto: Pia Näscher

  • 14 - 16 Uhr

    Vortrag "Reparatur - Die Kunst, das Leben zu verlängern" mit Dr. Katharina Dutz

    Reparatur – die Kunst, das Leben zu verlängern

    Konzepte der Nutzungsdauerverlängerung von Alltagsgegenständen, insbesondere Reparatur und Umnutzung, sind Teil der Kulturgeschichte des Menschen und erweisen sich als wesentlicher Bestandteil einer nachhaltigen Entwicklung. Jedes Produkt, das doppelt so lange genutzt wird, muss nur halb so oft produziert werden, was Ressourcen sowie Energie spart und die Müllberge dezimiert. Allerdings spielt dies in unserer Wegwerfgesellschaft immer noch eine Rolle.

    Die mit der Reparatur verbundenen Herausforderungen verorten sich nicht nur im Bereich der Ökonomie und Technik, sondern auch in der Bildung. Um Kinder und Jugendliche für nachhaltiges Handeln zu interessieren, brauchen wir handlungsorientierte Konzepte, die zu einem nachhaltigen Umgang mit Alltagsgegenständen anregen. Durch handwerkliches Arbeiten kann die Möglichkeit eröffnet werden, die Kultur der Reparatur auf praktische Weise zu erlernen bzw. zu reaktiveren. Konzeptideen, mit denen dieser vernachlässigte Bereich in die Bildung eingebunden werden kann, sollen in einem Vortrag vorgestellt und in einer offenen Gesprächsrunde diskutiert werden.

    Neuland | Rottstraße 15

  • 14 - 18 Uhr

    Bioplastik Kitchen

    Bio-Plastik Kitchen mit dem TextileLab.Ruhr

    Plastik findet sich im Wasser, das wir trinken, in der Nahrung, die wir essen, in der Luft, die wir atmen, im Boden unter uns und sogar in unserem Körper. Die Plastikverschmutzung ist ein großes, bekanntes Problem. Kunststoffe sind synthetische Polymere bestehend aus langen Molekülketten. In der Natur sind Polymere allerdings auch reichlich vorhanden.

    Im Workshop erhalten die Teilnehmenden einen Einblick und eine Anleitung zur Produktion von nachhaltigem „Plastik“, der quasi in der eigenen Küche mit Zutaten aus dem Supermarktregal und Abfallprodukten des täglichen Lebens hergestellt werden kann. Von Plastik aus Agar-Agar bis „Kaffeeleder“ probieren wir einfache Rezepte aus, verändern die Farbe und die Eigenschaften des Materials und dokumentieren den Herstellungsprozess. Die finalen Ergebnisse dürfen mit nach Hause genommen werden und zur Trocknung weiter beobachtet werden. Bringt gerne Verpackungsmüll wie Joghurtbecher, ausrangierte Legoplatten und interessant strukturierte Matten und Flächen zum Abformen eures Plastiks mit. Wenn ihr ein passendes Rezept gefunden habt, könnt ihr dann in Zukunft, selbst ein Designprojekt planen oder weitere Rezepte aus der Community erforschen und anpassen.

    Kunsthallen | Rottstraße 5
    Anmeldung erforderlich

  • 16 - 18 Uhr

    Repariere, was dein Nervensystem stresst mit Nathalie B. Kleinschmidt

    Repariere, was Dein Nervensystem stresst

    Ein 120-minütiger Workshop, um zu erforschen und loszulassen was dich bremst, damit du deine Ziele mit Klarheit erreichst. In diesem Gruppenworkshop finden wir heraus, was dein Nervensystem stresst und tauschen den Stress aus Job und Alltag gegen Gelassenheit und Ruhe. 

    Wir schaffen Bewusstsein für das, was dich (un-)bewusst anspannen lässt, lösen die Blockaden und nutzen sie um deinem Ziel und deiner besten Version näher zu kommen. Denn dauerhafte innere Spannung können ohne Stressmanagement deine Gesundheit und dein Nervensystem schädigen.

    Mit kleineren Übungen aus den Bereichen Meditation, Yoga und ganzheitlichen Coaching entlasten wir dein Nervensystem. Zu dem Workshop gibt es ein Handout mit ausgewählten Übungen, um auch zuhause etwas gegen den Stress zu tun. 

    Studio Akasha | Schmidtstr. 43
    Anmeldung erforderlich

  • 19 - 20:30 Uhr

    Offene Diskussion "Gemeinwohl?" mit Josefine Rose Habermehl

    Das atelier automatique lädt ein, bei Wein und Snacks,  gemeinsam über den Begriff Gemeinwohl zu diskutieren. Als Verein haben wir für die Jahre 2019/2020 eine erste Gemeinwohlbilanz erstellt und wollen uns nun weiter mit dem Begriff beschäftigen und der Frage nachgehen, wie wir kollektiv und im Austausch das Gemeinwohl bestimmen und immer wieder neu definieren können.

    Was heißt gemeinwohlorientierte Praxis im Alltag? Wie sieht das aus? Wie können wir offen sein, ohne zu verfransen? Wie viel geordnetes Chaos braucht es, um allen Bedürfnissen gerecht zu werden und wie schaffe wir das ganze auch noch zu reflektieren? Wir freuen uns über einen offenen, kritischen und gemeinen Austausch.

    atelier automatique | Rottstraße 14

  • 20:30 Uhr

    OO-DE-LALLY | Progranauten

    OO-DE-LALLY

    Ein Theaterfilm nach Motiven Robin Hoods

    Robin Hood nimmt von den Reichen und gibt es den Armen. Und das tut er seit Mitte des 13. Jhdt. Aber er raubt nicht um Reichtum zu erlangen, denn er lebt genügsam im Wald und teilt seine Beute unter den Armen der Gesellschaft auf. In den Outlaw-Erzählungen rund um den grünen Helden treibt eine Schar von Gesetzlosen ihr Unwesen und sorgt auf eigene Faust für mehr Gerechtigkeit. Gibt es sie noch – die Robin Hoods der Neuzeit? Und was kann Gerechtigkeit in einer kapitalistischen Gesellschaft überhaupt noch bedeuten?


    Ein Polizist, ein Geistlicher, eine Hackerin, Aktivist*innen, Führungskräfte und viele andere  - das Performancekollektiv hat mit verschiedenen Menschen gesprochen, die in ihrem Beruf oder ihrem politischen Handeln mit Fragen nach der Gerechtigkeit im Kapitalismus konfrontiert sind. Begleitet von den musikalischen Balladen um Robin Hood sowie Texten und Interviews schenken die Progranauten ihrem Publikum einen atmosphärischen Spaziergang durch den Wald in Form eines Theaterfilms. 

    atelier automatique | Rottstraße 14

    Foto: Sarah Rauch

  • AN ALLEN TAGEN

    Am eigenen Leib - Möglichkeiten und Grenzen der “Körperreparatur” | Eine Ausstellung von Martin Schirling in Zusammenarbeit mit Valeska Klug

    Wieder und wieder benutzen / Ein mexikanisches Porträt | Filminstallation von Omar Guadarrama

    Gedicht | Julia Nitschke

    end or fine – Veränderungsatelier | Ausstellung von Josefine Rose Habermehl

    Nimm mit! | Geschenkebox

    Die Philosophie der Kintsugi-Reparatur | Ausstellung von Ai Moliya

  • Am eigenen Leib

    Am eigenen Leib – Möglichkeiten und Grenzen der ,Körperreparatur'

    Per Definition meint reparieren etwas, das nicht mehr funktioniert, wie es eigentlich soll, auszubessern und so wieder in den intakten Zustand zurück zu versetzen. Zwar verbindet man mit dem Vorgang des Reparierens meist vor allem Gegenstände, das Konzept wird aber auch auf den Körper übertragen, wenn beispielsweise von Zell- oder DNA-Reparatur die Rede ist. Und längst verlassen wir uns nicht mehr nur auf körpereigene Selbstheilungsmechanismen, um uns ,intakt‘ zu halten: Kleinere und größere ,Schönheitsreparaturen‘ beispielsweise an Zähnen, Gesichtsformen, so genannten Problemzonen oder gegen Alterungsprozesse sind gang und gäbe. Darüber hinaus sind wir in der Lage, immer mehr ,Schäden‘ an Körpern zu beheben, die von existenzieller Bedeutung sein können. Künstliche Gelenke, 3D-gedruckte Schädeldecken, Herzschrittmacher, Gefäßstützen oder Stents sowie Enzympflaster, die beschädigtes Gewebe zum Nachwachsen anregen, sind nur einige Beispiele. Doch ist das, was medizinisch möglich ist, auch ökonomisch zugänglich? In welchen Gesellschaften und für wen stehen diese meist sehr teuren Produkte und Eingriffe zur Verfügung, wer kann sie sich nicht leisten? Und welche ethischen Aspekte und Entscheidungsmechanismen spielen in der Verteilung der medizinischen Möglichkeiten eine Rolle? 

    Martin Schirling gibt mit seiner Ausstellung Einblicke in das Feld der ,Körprereparatur‘. Er studierte Biologie und wurde 2005 an der Universität Tübingen promoviert. Seitdem hat er umfangreiche Erfahrungen in verschiedenen Arten von klinischen Studien zu Arzneimitteln und Medizinprodukten gesammelt. Derzeit arbeitet er für einen Hersteller von Gefäßimplantaten, sogenannten Stents, und untersucht dort deren Sicherheit und Leistung an Patient*innen.

    atelier automatique, Schaufenster | Rottstraße 14

    Bild: scheinzeitmenschen

  • Wieder und wieder benutzen

    Aufgrund der finanziellen, politischen und sozialen Situation haben mehrere lateinamerikanische Länder Möglichkeiten zum „Sparen“ geschaffen. Diese Methoden sind zu „Traditionen“ geworden, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden. Bei dieser Gelegenheit zeige ich einige der Möglichkeiten auf, mit denen die Mexikaner täglich sparen oder recyceln. Diese Aktionen können eine Hilfe für die aktuelle Situation sein, die die Menschheit aufgrund der globalen Klimaerwärmung durchmacht. Lustige oder seltsame Traditionen, die in einigen mexikanischen „Barrio“ noch immer lebendig sind.

    Abuelita´s Tienda Mexicana (Schaufenster, Rottsraße 45)

  • Kintsugi

    Die Philosophie der Kintsugi-Reparatur
    Film und Ausstellung von Ai Moliya
    „Kintsugi“ ist eine altehrwürdige, traditionelle japanische Methode der Reparatur von zerbrochenen, zersplitterten oder rissigen Keramikgegenständen, bei der die wieder zusammengefügten Teile vergoldet werden. Die Künstlerin Ai Moliya gibt in einem Film Einblicke in die Schritte der Technik, die vor allem auf den Materialen Urushi, einem Naturharz, und Gold basiert. Diese sind von sich aus lebensmittelecht, ermöglichen sehr stabile Reparaturen und somit die Benutzung geschätzter Gegenstände für lange Zeit. Über diesen praktischen Aspekt hinaus verleiht der Einsatz von Kintsugi ehemals kaputten Dingen neue Schönheit. Im Kontext einer Kultur der Wertschätzung wird diese Schönheit auch als „Landschaft“ bezeichnet. Die ästhetische Dimension der Reparaturtechnik zeigt die Ausstellung mit Objekten von Ai Moliya, die den Film begleitet. Aus scheinbar wertlosen Scherben und Bruchstücken hat sie mittels Kintsugi schöne Kunstwerke geschaffen. Am Tag der Eröffnung ist die Künstlerin vor Ort und berät gerne anhand mitgebrachter zerbrochener Keramikgegenstände zum Thema Kintsugi-Reparatur.
    Achtung: Vom 02. bis 04.09. / 15 - 17 Uhr ist die Künstlerin vor Ort und gibt Interessierten eine Kintsugi-Beratung


    Schaubüdchen | Ursulastraße 24

  • Gedicht

    atelier automatique, Schaufenster | Rottstraße 14

  • end or fine

    2020 eröffnete Josefine das „end or fine – Veränderungsatelier“. Hier griff sie zurück auf ihre Schneiderausbildung und die dort erlernte Fähigkeit des Stickens. Löcher, Flecken und unschöne Markenlogos wurden mit neuen Stickereien überdeckt. Die ungeliebten Kleidungsstücke wurden somit zu Kunstwerken erklärt.

    Im Schaufenster des atelier automatique werde einige dieser Einzelstücke präsentiert.


    Du willst das auch lernen oder hast einen Auftrag? Schreib eine Mail an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

     

    fabrique automatique | Rottsraße 14

  • Nimm mit!

    Telefonzelle in der Schmidtstraße


Wir feiern die Kultur der Reparatur!


Grafik: Pauline Näscher

Vom 13. bis 15. August 2021 fand zum ersten Mal das Reparaturfestival MURX – repariert was euch kaputt macht in der Bochumer Rottstraße statt. In einem vielseitigen Programm aus Workshops, Kunstaktionen, Vorträgen und Diskussionen brachte das atelier automatique gemeinsam mit verschiedenen Reparaturkünstler*innen, Initiativen und Aktivist*innen das Thema Reparatur auf den Tagesplan und lud zum Mitmachen ein.

Die Müllberge wachsen, die Ressourcenvorräte der Erde schrumpfen, das Datum des „Earth Overshot Days“ wandert jährlich weiter nach vorne im Kalender. Gesellschaftliche und individuelle Änderungen müssen schnell und entschlossen, aber vor allem gemeinsam, verfolgt werden. Wir wollen ein Reparaturfestival in Bochum etablieren, welches zum Mitmachen animiert, zum Denken anregt, Menschen zusammenbringt und neues, wie auch fast vergessenes Wissen vermittelt.

Die Fähigkeit des Reparierens hilft uns dabei, unser Leben sowie unsere Umwelt nachhaltiger zu gestalten. Der Umstieg vom Konsum neuer auf den Erhalt vorhandener Güter ist gleich in mehrerlei Hinsicht ein wichtiger Schritt für unsere Gesellschaft, da er empowert, das Klima schützt und einen Wertewandel anregt.

Die Teilnahme am Festival war kostenlos und für alle zugänglich. Eine Programmübersicht sowie Informationen zur Anmeldung für die Workshops war HIER möglich. Zur ausführlichen Programmbeschreibung geht es HIER.

Ansprechpartnerin: Josefine Rose Habermehl
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Fotos: Jörg Gröger

Unterstützt durch den Bochum-Fonds.

              

atelier automatique

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