31.01.2019 | Orakel und Podiumsgespräch: Performance als Sorgearbeit?

Performance mit anschließendem Gespräch
Mit Meine Wunschdomain und Melanie Hinz
31.01.2019
18 Uhr
Was sind die Überschneidungen von Performance-Kunst und Care-Arbeit? Wo übernehmen Theatermacher*innen Funktionen von Sorgearbeit für die Teilnehmenden/Zuschauenden? Inwiefern entstehen so Überschneidungen mit anderen Berufsfeldern wie Biografiearbeit, (Körper-)Therapie, Sexarbeit, Soziale Arbeit, Coaching, etc. Und wo bleibt dabei eigentlich die Care-Arbeit für die Theatermacher*innen selbst?

Eintritt frei

29.01.2019 | Postkoloniale Perspektiven im Ruhrgebiet

Die Soziologin Natasha A. Kelly ist im Rahmen des Programms 360° an der Musikschule Bochum zu Gast im Ruhrgebiet. Die bekannte Autorin und Aktivistin setzt sich für eine praktische feministische und postkoloniale Kritik an den bestehenden Strukturen ein, zum Beispiel im Kulturbetrieb.

Das atelier automatique und Interkultur Ruhr möchten ihre Anwesenheit nutzen. In Kompliz*innenschaft mit Kulturarbeiter*innen und -aktivist*innen wollen wir in einem Gespräch über postkoloniale Perspektiven für die Kulturszene im Ruhrgebiet diskutieren.

In einem lockeren Arbeitstreffen tauschen wir uns über unsere Ansichten des Ist-Zustandes aus. Wir möchten neue Realitäten skizzieren, die unsere Gesellschaft und ihre Institutionen zu einem Ort des aufmerksamen und sorgenden Miteinanders machen.

Dr. phil. Natasha A. Kelly ist Kommunikationssoziologin mit den Forschungsschwerpunkten Post-/Kolonialismus und Feminismus. Die in London geborene und in Deutschland sozialisierte Autorin, Dozentin und Kuratorin hat an zahlreichen Institutionen in Deutschland und Österreich gelehrt und geforscht. Als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Zentrum für transdisziplinäre Geschlechterstudien der Humboldt-Universität zu Berlin (2010–13) setzte sie sich v.a. mit der Verwobenheit von Wissen, Macht und Körper auseinander. In ihren Publikationen »Afroism« (2008), »Sisters & Souls« (2015), »Afrokultur« (2016) u.a. und in ihren künstlerischen Arbeiten »EDEWA« (2010 – heute), »Giftschrank« (Deutsches Historisches Museum, 2016/17, Museum Schöneberg 2017) und »African_Diaspora Palast« (»Weltausstellung_Reformation«, Wittenberg 2017) u.a. verbindet sie Theorie und Praxis und schafft damit Transferleistungen zwischen Wissenschaft, Gesellschaft und Politik. Zudem ist sie seit vielen Jahren in der Schwarzen deutschen Community engagiert. Neben ihrer beratenden Tätigkeit für verschiedene Kunstinstitutionen ist sie die künstlerische Leiterin der Theaterreihe »M(a)y Sister«, die seit 2015 am HAU Hebbel am Ufer Theater in Berlin aufgeführt wird. Ihr Debütfilm »Millis Erwachen« (2018) lief von Juni bis September 2018 auf der 10. Berlin Biennale.

Beginn: 18:30 Uhr

Infos: https://www.interkultur.ruhr/kalender/postkoloniale-perspektiven-im-ruhrgebiet

26.01.2019 | Winter Wonder Spenden Gala | 2 Jahre atelier automatique

Liebe Menschen,

der zweite Geburtstag des atelier automatique steht vor der Tür. Lassen wir ihn rein und zelebrieren dieses Jubiläum mit einer exklusiven Wintergala.

Euch erwartet alles, was eine elegante Gala bieten kann. Neben musikalischen Einlagen und zauberhaften Spielereien wird es bunt und lecker. Schmeißt euch in euer Winter-Wonder-Glitzer-Outfit, tanzt, lacht, singt, spendet ein paar Taler und trinkt mit uns auf zwei Jahre automatique!

Die Gala wird unterstützt druch ein Sponsoring von Ballonzauber.

Sie ist Teil der Reihe Arbeit und Liebe und wird finanziell gefördert von der Stadt Bochum, vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen und im Rahmen des Programms Individuelle Künstlerinnen- und Künstlerförderung, einem Projekt der ecce GmbH, durchgeführt.

24.01.2019 | Für Helga

19 Uhr

Donnerstag, 24.01.2019

ein Film von Christa Donner (1979), 46 Min.

Filmscreening mit einer Einführung von Mitarbeiterinnen des ausZeiten Frauenarchivs

Zum Film
Christa Donner eröffnet den Film mit den Worten "Ich kenne Helga seit drei Jahren. Ich mag Helga gern. Ich wollte mit diesem Film zeigen, welche Diskussionen wir in Bochum führen - über Frauen, Männer, Beziehung, Familie. Helga hat es akzeptiert. Sie war neugierig auf Bilder von sich, auf ein Bild von sich."

Aus der „Opelfrauengruppe“ entstand Ende der 70er Jahre in Bochum ein Film, der das Leben insbesondere einer der Frauen aus dieser Gruppe zum Thema hatte: Helga. Der Film zeigt Szenen aus dem Leben der Bochumerin, verheiratet, zwei Söhne, die in einer Wäscherei arbeitet und deren Mann bei Opel arbeitet. Die Opelfrauengruppe besteht damals 4 Jahre, und neben Helga kommen noch weitere Frauen aus der Gruppe zu Wort.
Die Filmemacherin Christa Donner drehte den Film FÜR HELGA 1979 und schrieb 1980 über den Film: „Helgas Leben ist durchschnittlich, gleichzeitig ist es besonders. In ihrem Leben spiegeln sich die Bedingungen vieler Frauen wider, arbeiten für wenig Lohn draußen, arbeiten zu Hause, in der Familie. Verantwortung tragen. Gleichmaß, Kaputtsein. Das läuft nicht glatt. Da sind Misstöne und offene Fragen. Gleichzeitig wird Kraft sichtbar. ... Helga und ihr Leben sind nicht statisch. Bewegung, die zu Veränderung werden kann, wird sichtbar.“

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