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Veröffentlicht am 03. Juni 2026.

19.06.2026 | 17:00–19:00 UhrZwischenfall Strukturwandel - Wer profitiert von der Industriekultur?

 Zwischenfall Strukturwandel - Wer profitiert von der Industriekultur?

Arbeits- und Austauschtreffen 

Atelier Automatique

Rottstraße 14, 44793 Bochum

Freitag, 19.06. / 17:00–19:00 Uhr

anschließend Gespräche und Getränke

Im Rahmen des von der Kunststiftung NRW geförderten Forschungsprojekts Ruhrerbe 2.0 - Zwischenfall Strukturwandel laden Elisa Müller und Jonas Leifert zu einem Gespräch über (De-)Industrialisierung und Strukturwandel im Ruhrgebiet ein:

Vor dem Hintergrund des Wandels von einer Arbeiter(*innen)-Region zu einer (Industrie-)Kulturregion möchten wir in unserem ersten öffentlichen Forschungstreffen die klassistischen Hürden im Kunst- und Kulturbetrieb und die Einbindung von Arbeiter*innen und Auszubildenden in Vergangenheit und Gegenwart diskutieren. Ausgehend von einer Kritik etablierter Narrative des „erfolgreichen Strukturwandels" stellen wir uns Fragen nach kultureller Teilhabe: Wer sind die sozialen und kulturellen Profiteur*innen der sogenannten Industriekultur? 

Dabei setzen wir uns auch mit historischen Verbindungen zwischen „Kunst und Kohle" auseinander, etwa mit der Geschichte der Ruhrfestspiele Recklinghausen, und bringen drei Impulsgeber*innen miteinander ins Gespräch: Alois Banneyer hat für die Ruhrfestspiele als Theaterpädagoge jahrelang u.a. die kulturelle Arbeit mit Gewerkschaftsjugend, internationalen Jugendaustausch und das Kulturvolksfest am 1. Mai betreut. Fuad Satel ist Gewerkschaftssekretär mit dem Schwerpunkt Jugendarbeit bei der IG Metall. Anna Diestelkamp arbeitet als Kuratorin für das OSTEN-Festival in Bitterfeld und realisiert Projekte, die in der Zusammenarbeit mit Nachbar*innen und Communities entstehen. Mit der Perspektive aus dem ehemaligen Industriestandort Bitterfeld, einer Strukturwandelregion in der ehemaligen DDR, möchten wir die Situation im Ruhrgebiet kontextualisieren.

Nach einer kurzen Einführung in das Forschungsvorhaben von Elisa Müller und Jonas Leifert geben die drei Gäst*innen Einblicke in ihre Perspektiven. Im Anschluss öffnet sich die Runde und wir diskutieren mit allen über Teilhabe, kulturelle Infrastruktur und die Frage, wie Menschen in ehemaligen Industrieregionen heute in Kunst und Kultur eingebunden werden können.

Insgesamt ist das Treffen als ein offener Forschungsmoment mit weiteren eingeladenen Kolleg*innen aus der Region und der interessierten Öffentlichkeit geplant. Wir freuen uns auf Ihre und Eure Teilnahme und Beiträge.
 
 
Ruhrerbe 2.0 - Zwischenfall Strukturwandel ist ein künstlerisches Forschungsvorhaben vom Institut für Widerstand im Postfordismus mit Elisa Müller und Jonas Leifert u.a. und wird gefördert von der Kunststiftung NRW.