Veröffentlicht am 25. November 2021.

10.12.21 | Sopiro heißt Sehnsucht

Freitag, 10.12., Tag der Menschenrechte
In über 70 Staaten weltweit werden Menschen aufgrund ihrer marginalisierten Sexualität und/oder geschlechtlichen Identität strafrechtlich verfolgt. Ihnen drohen Geldbußen, körperliche Züchtigung, „Konversionsbehandlungen“, mehrjährige oder sogar lebenslange Haftstrafen, Folter und in 11 Staaten sogar die Todesstrafe. Im Jahr 2019 kamen 85% der Personen, die in Deutschland Asyl suchten, aus Ländern mit solchen Strafgesetzen. Nach ihrer Ankunft in Europa sind queere und trans Flüchtende mit queerfeindlichen und rassistischen Ausschlüssen, einem heteronormativen Asylsystem und monatelangen Aufenthalten in Sammelunterkünften konfrontiert.
Fünf geflüchtete Personen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität Gewalt und Verfolgung erfahren haben, berichten in diesem Dokumentarfilm von ihrem Leben vor der Flucht, dem Weg nach Deutschland, ihren Alltagserfahrungen hier in NRW – und von ihren Wünschen für die Zukunft.
Sopiro ist Esperanto und bedeutet Sehnsucht. Der gleichnamige Film beleuchtet die Erlebnisse und Lebensrealitäten geflüchteter lesbischer, queerer, trans und nicht-binärer Personen – eine Thematik, mit der große Teile der Bevölkerung niemals in Berührung kommen, und die selbst innerhalb der Arbeit mit Flüchtenden viel zu oft ungesehen bleibt. Durch sechs persönliche Schicksale werden die Folgen queer- und trans*feindlicher Diskriminierung und Gewalt, aber auch die Herausforderungen bei der Umsetzung individueller Schutzrechte nach der Ankunft in Europa deutlich. Die Protagonist*innen benötigen und verdienen Schutz – und sehnen sich nach der Sicherheit und Freiheit, offen leben zu können.
Im Anschluss an das Screening ist Gelegenheit, in einem Filmgespräch mit Lilith Raza Themen/Fragen aus der Dokumentation aufzugreifen und gemeinsam du diskutieren.
Für den Einlass gilt die 2G-Regel, also bitte kommt vollständig geimpft oder genesen.
Content Note: Der Film thematisiert staatliche, familiäre und sexualisierte Gewalt, Zwangsheirat, selbstverletzendes Verhalten, Suizid und psychische Erkrankungen.
Sopiro (2020) ist ein Film der Rosa Strippe e.V., gefördert vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen.
*******************
Friday, 10.12., Human Rights Day
In over 70 countries worldwide, people are prosecuted because of their marginalized sexuality and/or gender identity. They face fines, corporal punishment, "conversion treatment," imprisonment for several years or even life, torture, and even the death penalty in 11 states. In 2019, 85% of people seeking asylum in Germany came from countries with such punitive laws. Upon arrival in Europe, queer and trans refugees face queer-hostile and racist exclusions, a heteronormative asylum system, and months-long stays in collective housing.
In this documentary, five refugees who have experienced violence and persecution because of their sexual orientation or gender identity talk about their lives before fleeing, their way to Germany, their everyday experiences here in NRW - and their wishes for the future.
Sopiro is Esperanto and means longing. The film of the same name highlights the experiences and life realities of lesbian, queer, trans and non-binary refugees - a topic that large parts of the population never come into contact with, and which too often remains unseen even within the work with refugees. Through six personal fates, the consequences of queer and trans*phobic discrimination and violence, but also the challenges of implementing individual protection rights after arrival in Europe become clear. The protagonists need and deserve protection - and long for the safety and freedom to live openly.
After the screening, there will be an opportunity to take up topics/questions from the documentary in a film discussion with Lilith Raza.
The 2G rule applies for admission, so please come fully vaccinated, tested, or recovered.
Content Note: The film addresses state, family, and sexual violence, forced marriage, self-harming behavior, suicide, and mental illness.
Sopiro (2020) is a film by Rosa Strippe e.V., funded by the Ministry for Children, Family, Refugees and Integration of the State of North Rhine-Westphalia.

atelier automatique

Kontakt

  • E-Mail:
    Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Social