27.9.–29.9.2019 | festival automatique

Wir öffnen unsere Schiebtür für ein dreitägiges Festival!

Von Freitag (27.9.19) bis Sonntag (29.9.19) präsentieren die Künstler*innen unseres Vereins ein öffentliches und kostenloses Programm aus Theater, Ausstellung, Musik, szenischen Experimenten und Party.

Freitag

ab 12 Uhr:
Ausstellungen von Josefine Rose Habermehl, Fio Lilienthal, Elisabeth Heitmann und Jörg Groeger

12 bis 17:30 Uhr:
Pias Live-Tutorial und Beauty-Salon
außerdem: Sektchen

 13.30 Uhr bis 17.30 Uhr:
End or Fine Veränderungsschneiderei von Josefine Rose Habermehl

17:30 Uhr:
Eröffnung

18-20 Uhr:
One Act of Unboxing (Tryout),  vom Kollektiv scheinzeitmenschen, fabrique automatique

20.15 Uhr: 
people suck but it's okay because cats  - performance von Julia Nitschke

 21 Uhr: spice up your life!
Überraschungs-Screening und Cocktails

 

Samstag

ab 12 Uhr:
Ausstellungen von Josefine Rose Habermehl, Fio Lilienthal, Elisabeth Heitmann und Jörg Groeger

12 bis 16 Uhr
 End or Fine Veränderungsschneiderei mit Josefine Rose Habermehl

12 bis 16 Uhr
Hamlets ewiger Gang - installative Performance mit Ulrike Weidlich

16 Uhr - 18 Uhr
Stadtführung durch ein feministisches Hauptquartier mit Eva Busch und Julia Nitschke

18 Uhr
bye bye baby - Hörkunst und Physical Theatre von Josefine Rose Habermehl und Pia Alena Wagner

ab 18 Uhr
Kulinarisches von Eva Busch

ab 19 Uhr
session automatique zur Eröffnung des Tonstudios mit Moritz Bülow

ab 21 Uhr
la boum mit DJanes Pia und Julia

 

Sonntag

12 Uhr - 14  Uhr
Pöbelbrunch: Das ist nicht Bohème, das ist Scheiße mit Helene Ewert

14 Uhr
Matinée von TOTEM, ein Film von Jessica Krummacher

16 Uhr
Nachgespräch zu TOTEM mit Jessica Krummacher, moderiert von Pia Alena Wagner

 

Über die Arbeiten:

„Das ist nicht boehme – das ist Scheiße“
Pöbelbrunch mit der automatique Crew (moderiert von Helene Ewert)

Ja, wir leben bewusst prekär und wussten worauf wir uns einlassen – aber das ist kein Grund, nicht laut zu sagen, mit welchen Problemen wir als (freie) Künstler*innen und Kulturschaffende durch das anhaltende Prekariat permanent belastet sind. Und wie unglaublich anstrengend dieser anhaltende Kampf um Fördergelder und die Legitimierung unserer Kunst ist.

Wir laden zum Pöbelbrunch – um von Künstler*innen und ihren Erfahrungen zu hören und vor allem um sich auszutauschen und darüber nachzudenken, wie wir dauerhaft zusammen hörbar bleiben können.

Helene Ewert, Mitbegründerin des atelier automatique, arbeitet als freie Produktionsdramaturgin u.a. für die Progranauten, das Festival FIDENA und das NRW Landesbüro Freie Darstellende Künste.

 

Jörg Gröger
Die Füchse in Aix

Fotografie

Die Fotografien zeigen eine Reise durch die Stadt Aix en Provence in Frankreich, begleitet oder geführt von Füchsen eines unbekannten Streetartkünstlers. „Die Füchse in Aix zeigen mir den Weg durch eine der für mich, schönsten und interessantesten Städte in Südfrankreich, in der Provence. Sie lassen mich immer wieder durch lebendige Straßen und verträumte Gassen treiben. Die Füchse bringen mich immer wieder an neue Orte, lassen mich nachdenken und verweilen.“

Jörg Gröger ist 42 Jahre alt und wurde in Haltern am See geboren. Die Füchse in Aix sind zu einem seiner langfristigen fotografischen Projekte geworden. Neben seinem Beruf als Krankenpfleger arbeitet Jörg auch als Hundefotograf. In seiner Freizeit oder auf Reisen interessiert er sich für abstrakte Naturfotografie.

 

scheinzeitmenschen (Birk-André Hildebrandt & Valeska Klug), Pia Alena Wagner, Philipp Blömeke

An act of unboxing – Tryout #1

interaktive Installation 

 

Einen Einblick in den Arbeitsprozess an ihrem aktuellen Projekt geben die scheinzeitmenschen gemeinsam mit der Performerin Pia Alena Wagner und dem Klangkünstler Philipp Blömeke. Unter dem Titel An act of unboxing – Tryout #1 laden sie zu einem Experiment mit Objekten ein, die – wenn sie benutzt, bespielt, bewegt werden – im Raum aufgebaute Installationen zum Leben erwecken. 

 

Birk-André Hildebrandt & Valeska Klug realisieren seit 2013 als scheinzeitmenschen Grenzgänge zwischen Performance, Lichtkunst und Installation, diesmal zusammen mit der Folkwang-Absolventin Pia Alena Wagner sowie dem Klangkünstler Philipp Blömeke.

 

Josefine Rose Habermehl

It’s five to twelve

Kurzfilm (03:43) - Dauerinstallation

wild wild westpark. müll überall. sieh nur: wie schön er im wind tanzt. mit welcher selbstverständlichkeit. und wir sind träge. beobachter. zu langsam, um in den kampf zu ziehen. zu gemütlich für veränderung. plastiktüten sind die steppenläufer unserer zeit.

Es ist fünf vor zwölf.

It’s five to twelve ist ein moderner Western. Oder ein ironischer Kommentar. Vielleicht auch einfach eine filmische Spielerei mit einer Plastiktüte.

 

Josefine Rose Habermehl ist freie Kunstschaffende. Sie liebt subversive Komik und gute Ideen. Bald wird sie angewandte Nachhaltigkeit studieren.

 

Josefine Rose Habermehl

End or Fine - Veränderungsschneiderei

 

Bildende Improperformancekunst – Fr und Sa 12-16 Uhr

Zu groß. Zu brav. Zu langweilig. Bringt eure textilen Außenseiter*innen ins atelier automatique und gebt ihnen eine zweite Chance. Egal ob zerfetzte Jeans, kitschiges Stofftier oder beflecktes Bettlaken – wir finden für jedes Teil die passende Veränderung. Ohne Geld-zurück-Garantie. Ist ja Kunst.

 

Josefine Rose Habermehl ist freie Kunstschaffende. Sie liebt subversive Komik und gute Ideen. Bald wird sie angewandte Nachhaltigkeit studieren.

 

Pia Alena Wagner und Josefine Rose Habermehl

bye bye baby (Tryout)

Physical Theatre und Hörkunst

 

„du solltest das nicht tragen, du bist doch noch im gebährfähigen Alter“

Da ist es wieder. Als kinderlose /-freie Frau um die 30 wirst du ständig mit deinem vermeintlichen Mangel konfrontiert. Aber was, wenn die Kinderlosigkeit gewollt ist. Dann trifft man häufig auf Unverständnis und ungläubige Blicke. Verschiedene Kunstformen und Perspektiven treffen aufeinander und bieten einen humorvollen Einblick in die Entscheidung gegen Nachwuchs und die damit einhergehenden Vorbehalte, die kinderlosen /-freien Frauen von der Gesellschaft entgegengebracht werden.

 

Pia Alena Wagner studierte Physical Theatre und arbeitet als freischaffende Performerin, Tänzerin, Schauspielerin und Stückemacherin.

 

HOLZSCHNITT
Elisabeth Heitmann

Der HOLZSCHNITT ist eine der ältesten Drucktechniken.
Die Faszination des Holzschnitts liegt in der Überraschung. Das Ergebnis einer Idee wird durch die Unberechenbarkeit von Schnitt und Holzmaterial weitgehend beeinflusst. Erst beim Druck auf Papier wird das Motiv deutlich sichtbar - ein spannender Augenblick.

Elisabeth Heitmann ist bereits aus dem Berufsleben ausgeschieden. Seitdem widmet sie sich vermehrt Ihrem künstlerischen Interesse. Der Fokus liegt auf Portäts von Menschen, Tieren in Form von Fotos, Zeichnungen und Holzschnitten. Seit kurzem ist die Aquarellmalerei ein neues Betätigungsfeld und umfasst auch die Themen Landschaft und Abstraktion. Frau Heitmann arbeitet autodidaktisch, die verschiedenen Techniken erlernte sie bei Künstlern und Künstlerinnen der entsprechenden Fachrichtungen.

 

Session automatique
Moritz Bütow

Session automatique – unsere zweite Jam-Session für alle Künste als Eröffnung für unser neues Tonstudio. Es gibt keinen Plan, aber viel Lust auf Entdeckungen und Fusionen. Schnappt euch Instrumente, Pinsel und Tanzschuhe und kommt vorbei! Ein kleines Setting mit Beamer, Leinwand, Mikros und Co. Ist vorbereitet, mit allem anderen bringt Ihr euch ein.

 

Jessica Krummacher
TOTEM

Spielfilm, 86 min

„Das Wohnzimmersofa erscheint als Folterbank, die Straße als Kampfzone, das Solarium als Sarg.“ Süddeutsche Zeitung

In einer Stadt im Ruhrgebiet taucht eine junge Frau namens Fiona auf, die als Haushaltshilfe bei der Familie Bauer arbeiten wird. Vater, Mutter, Tochter, Sohn leben für sich, Kommunikation untereinander findet nicht statt. Keinem fällt auf, dass Fiona einen Entschluss gefasst hat. Nur die Nachbarin fängt an, sich Sorgen zu machen. Totem zeigt den Alltag im Leben einer Familie, der mit Erscheinen eines fremden Menschen aus dem Gefüge gerät.

Jessica Krummacher studierte zunächst an der Ruhr Universität Bochum und später an der Universität zu Köln Politik. Währenddessen arbeitete sie freiberuflich bei Film- und Fernsehproduktionen und lebte in Köln. 2001 nahm sie das Studium im Fach Medienkunst an der HFG Karlsruhe auf. Ab 2002 studierte sie Dokumentarfilm & Fernsehpublizistik an der HFF München. 2006 gründete sie gemeinsam mit dem Filmemacher Timo Müller die Produktionsfirma Klappboxfilme, mit der sie seinen Abschlussfilm „Morscholz“ und ihren Abschlussfilm „Totem“ produzierte. „Morscholz“ wurde auf dem Filmfest München mit dem Förderpreis Deutscher Film „Beste Regie“ ausgezeichnet. Ihr Film „Totem“ feierte 2011 Premiere  auf der 68. Biennale die Venezia und lief erfolgreich auf zahlreichen Festivals. „Totem“ wurde national und international im Kino ausgewertet und nominiert für den Preis der deutschen Filmkritik. Ihr Drehbuch „Mordogan - Birth“ erhielt 2012 den Eurimages Co-Production Development Award auf dem Filmfest in Rom. Derzeit produziert Jessica Krummacher den Essayfilm „Der rote Berg Komplex (AT)“ von Timo Müller und arbeitet an ihrem Debütfilmstoff „Zum Tod meiner Mutter (AT)“.

 

Julia Nitschke und Eva Busch
Stadtrundgang durch ein feministisches Hauptquartier

Performance/ Stadtrundgang

Im Fokus des Projekts »EMANZENEXPRESS_gemeinsam sind wir gemeiner« standen Beispiele feministischen Widerstands der 1980er und 90er Jahre in Bochum. Dabei ist deutlich geworden: wir befinden uns in einem feministischen Hauptquartier. Durch das wiederholte Aufsuchen und Erinnern an diese Orte und ihre Geschichte wollen wir den feministischen Kämpfen in Bochum ein Denkmal setzen, ein Oral Memorial.
Dauer: ca. 1,5 Stunden

Die Julia Nitschke und Eva Busch annten sich schon vor dem atelier automatique und haben auch hier bereits in diversen Kontexten zusammengearbeitet, unter anderem im Rahmen des Projekts EMANZENEXPRESS.

Julia Nitschke
People suck but it's ok because cats_ why it's pretty much obvious to live riot and not diet

Lecture Performance

Es gibt eine universal allgemeingültige Wahrheit über das Internet: Es besteht aus Catcontent! Und dann gibt es da noch differenzierteres Wissen, dass wichtige Fragen über unserer Welt eröffnet, angereicht als politische Süßigkeit direkt aus dem Internet.

Julia Nitschke forscht zu (Internet-)Phänomenen der gegenwärtigen Katzenbilderkultur und zeltet ansonsten mit ihrem Kollektiv Meine Wunschdomain als magisch-menschliche Medienkunst und Orakel durch diverse Kunst- und Kulturinstitutionen und Festivals.(( Darüber hinaus interessiert sie sich für politisch-performative Denkformate für alle, die sie zusammen mit Caroline Kapp und Eva Busch verwirklicht- ihre aktuellste Arbeit wurde in München an den Kammerspielen gezeigt.))

 

Ulrike Weidlich
Hamlets ewiger Gang

Staatstheater Dresden, Staatstheater Nürnberg und Schauspiel Bochum– sie alle feierten in der Spielzeit 12/13 Hamlet- premieren. In allen Inszenierungen zögert der Dänenprinz, den Tod seines Vaters zu rächen. Die Installation reduziert die Aufführungen auf die Gänge des Hamlet. Was verraten sie über die Hamletinszenierungen? Wie wandelt einer, der zögert?

Ulrike Weidlich studierte Theater- wissenschaft in Leipzig und Szenische Forschung (MA) in Bochum.

Fio Lilienthal
Malerei

Bildende Kunst

Ich beschäftige mich in meinen malerischen Arbeiten mit menschlichen Individuen und deren Synthese mit realen sowie fiktionalen Räumen. Intensive Momente des realen Lebens wurden an bestimmten Orten fotografisch festgehalten und darauf malerisch in freier Form umgesetzt. Zufällige Formen finden Einklang als gestalterisches Element, um den expressiven Charakter des Bildes zu betonen und den formalen aufzuheben.

Fio Lilienthal ist Theatermalerin und Bühnenbildnerin aus Bochum.

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